Lern uns kennen
Wer wir sind, wie wir ticken und was an den üblichen Vorurteilen dran ist.
Studentenverbindung? Da hat jeder Bilder im Kopf. Die meisten passen nicht zu uns. Am besten machst du dir selbst ein Bild – hier ist der ehrliche Überblick.

Wer wir sind?
Wir sind die K.D.St.V. Borusso-Westfalia zu Bonn – eine der vielen Verbindung im Cartellverband.
Wir sind nicht die bekannteste, nicht die älteste, aber eine, die einiges anders lebt als die meisten.
Das miteinander ist für uns das wichtigste und dass heißt: kein Saufzwang, keine Schikane und erst recht kein eliten Gehabe.
Dafür aber Gemeinschaft, Verantwortung und die Idee, dass Freundschaft mehr sein kann als Geselligkeit.
Und das leben wir seit 1927 mit Haltung, Farbe und einem offenen Haus.
Vorurteile? Lass uns drüber reden!
Fechtet ihr und schneidet euch die Gesichter auf?
Nein, wir sind eine Verbindung, die sich auf das katholische Wertegerüst stützt und fechten mit Vereltzungsrisiko wiederstrebt diesen Prinzipien.
Aber ihr sauf euch doch alle Tod, oder?
Nein, bei uns wird keiner zum Trinken gezwungen. Bei allen unseren Veranstaltungen gibt es immer alkoholfreie Alternativen. Jeder "muss" nur so viel trinken wie er selber möchte und vertragen kann.
Sind Verbidnungen nicht alle rechts?
Nein, nicht alle, aber wir wollen das aber auch nicht verharmlosen. Viele Verbindungen haben einen klar rechten Schlag, jedoch stehen wir hier alle für unsere freiheitlich Demokratische Grundordnung in einem geeinten Europa ein. Unsere Gründer haben dies schon vorgemacht und wir tragen das weiter.
Wird man nicht anfangs als Fux wie Müll behandelt ?
Nein, natürlich nicht. Der sogenannte "Fuxenstand" und alle assoziationen damit stammen aus der Zeit der "Alten Landsmannschaften", wo Erstsemester wirklich wie Abschaum behandelt wurden.
Jedoch ist das bei uns schon lange nicht mehr der Fall. Die Fuxenzeit ist heutzutage vielmehr eine Probezeit, wo du reinschnuppern kannst, ob das Verbindungsleben etwas für dich ist.
Kann man denn ohne folgen wieder austreten?
Ja klar, natürlich hoffen wir, dass du dich bei uns wohl fühlst, jedoch werden wir keinen halten, der sich nicht mehr mit der Verbindung und seinen werten mehr identifizieren kann.
Unsere Geschichte in Kürze
- 1927
Gründung unserer Borusso-Westfalia
Am 16.11.1927 wurde unsere Borusso Westfalia Gegründet - ursprünglich noch als Borusso-Guestphalia. Am 2.12.1927 fand dann die Publikationsfeier im Bonner Münster und der Bethovenhalle statt.
Kurz nach der Gründung intervenierte das Corps Guestphalia Bonn. Es trug dieselben Farben nur in anderer Reihenfolge und wollte Verwechslungen vermeiden. Wir passten unseren Namen an, änderten das mittlere Band von Weiß zu Silber und ergänzten eine silber-schwarze Perkussion. Seitdem tragen wir den Namen Borusso-Westfalia und Die Farben Schwarz, Silber und Grün.
- 1930er
Erstes eigenes Zentrum
Die B-W! erhielt ihr eigenes Zentrum. Es war eine Gemeinschaftsunterkungt im Hotel Ecke Bismarck- /Kurfürstenstraße
- WS 1933/34
Auflösung durch das NS-Regime
Es gab auf dem Bonner Marktplatz eine Schlägerei zwischen Gegnern und Anhängern des Nationalsozialismus. Da unter den Gegnern Mitgliederder Borusso-Westfalia waren, wurden diese von Repressalien des NS-Regimes getroffen, die schließlich zur Auflösung führten
- 1934-1942
Flucht von Franz Virnich
Ein bekanntes Gründungsmitglied der Borusso-Westfalia war Franz Virnich, der wegen seinem Wiederstand gegen das NS-Regime verfolgt wurde und in die Niederlande floh.
1940 wurde er jedoch von der GeStaPo entdeckt, verhaftet und zuerst in das Gestapogefängnis Bonn gebracht.
1943 hat Virnich infolge "schleichender Hinrichtung" im Zuchthaus Brandenburf-Görden den Tod erlitten
- 1948
Wiederbegründung der B-W!
Im April wurde der inoffizielle Beschluss gefasst die Borusso-Westfalia wiederbegründen zu wollen und im laufe des Monats auch offiziell Beschlossen und im Mai dann schließlich umgesetzt wurde
- 1953
Erwerb einer neune Unterkunft
Erwerb einer Etage eines Hauses in der Immenburgstraße, Wand an Wand mit der A.V. Tuisconia Königsberg, mit der ein freundschaftliches Verhältniss gepflegt wird.
- 1958
Unser Haus
Erwerb und Einweihung des Haues in der Poppelsdorfer Allee 74. Die Anzahlung für das Haus, wurde aus den Einnahmen einer gemeinsamen Blutspende-Aktion der Aktivitas finanziert. Somit ist wortwörtlich unser Blut für dieses Haus geflossen.

Was uns heute prägt
Wir leben ein verbindungsstudentisches Modell, das klassische Elemente kennt – aber auch weiß, dass sich die Gesellschaft weiter entwickelt.
Fuxenzeit, Prüfung, Convente, Kneipen: all das gibt es bei uns zwar noch, aber wie wir damit umgehen, ist anders als früher.
Bei uns gibt es keinen Saufzwang.Die Fuxenzeit ist auch keine Schikane mehr, sondern eine Phase des Kennenlernens und Vorteilen wie der Fuxenkasse.

Frauen und Gäste sind bei eigentlich allen Veranstaltungen willkommen. Karitatives Engagement sehen wir als inoffizielles Prinzip. Und das mit vollsten Überzeugung.
Viele von uns haben internationale Wurzeln, woher jemand kommt, war hier noch nie die Frage, ob man zusammenpasst, schon. Und wer merkt, dass es für ihn doch nicht passt, kann jederzeit wieder gehen. Festgehalten wird bei uns niemand.
Wir halten unszwar an die Struktur unseres Dachverbandes, aber halt nicht an jedes der Klischees. Und wo es nötig ist, gehen wir eigene Wege.